Gregor Hägele | "Zuckerschock"

„Raus von hier, die Welt ist Wahnsinn!“ Irgendwie fühlt sich alles falsch an: Glücklich sein. Traurig sein. Manchmal zu viel von allem. Dann wieder zu wenig. In seinem Song „Zuckerschock“ singt Gregor Hägele über das Chaos in den Köpfen, das uns alle mitreißen kann. Stress, Panik, Angst vor der Zukunft, steigender Druck, Selbst-Optimierung, die Jagd nach dem Neuen… das alles fühlt sich an wie der umgangssprachliche Zuckerschock. Das Gefühl, wenn nach literweise Cola, Energy Drinks und sonstigen Süßigkeiten alles kribbelt, verschwimmt und man komplett wach – aber dennoch wie gelähmt ist. Gregors Lösung: für einen Moment den Kopf ausschalten. Fenster auf. Frische Luft. Hände hoch. Raus aus dem Strudel. Wohin auch immer.

Musikalisch hat sich der 21-Jährige aus Stuttgart dafür an den Sounds der NDW-Welle der 80er inspirieren lassen. Treibender Beat, dunkler, reißender Bass und moderne Synthies. So klingt „Zuckerschock“ irgendwie wie früher – aber doch wie heute. Und schließt somit perfekt an seinen letzten Hit „Paracetamol“ an.

Schon als Kind singt Gregor. Lädt sehr früh erste Gesangsvideos auf YouTube hoch. Nimmt Gesangsunterricht. Doch immer nur als Hobby. „Ich hab nie geglaubt, dass ich Sänger werde. Das war immer so etwas wie Fußball-Profi. Irgendwie weit weg.“ Richtig Bock, sein Hobby zum Beruf zu machen, hat Gregor erst seit 2017. Er war Kandidat bei „The Voice Of Germany“. Schaffte es bis ins Halbfinale und ging nach der Staffel noch mit auf große Tour. Danach war der gebürtige Schwabe Teilnehmer beim Vorentscheid für den deutschen Beitrag des „Eurovision Song Contests“ 2019, scheiterte aber während der Live-Show. „Ich war einfach viel zu aufgeregt. Aber es sollte glaube ich alles so kommen.“

Denn jetzt geht er seinen Weg! Seit eineinhalb Jahren arbeitet Gregor bereits an eigenen Songs. Auf Deutsch! „Ich hab lange überlegt, ob es Deutsch oder Englisch werden soll. Aber ich fühle Deutsch einfach am meisten.“